Mit Zertifikat signieren

Dieses Werkzeug signiert ein PDF mit dem Zertifikat, das Sie selbst bereitstellen — eine passwortgeschützte .p12- oder .pfx-Datei —, vollständig in Ihrem Browser mit WebCrypto verarbeitet; der private Schlüssel und das Passwort verlassen die Seite nie und werden nach dem Signieren aus dem Speicher gelöscht. Das Ergebnis ist eine echte kryptografische PAdES-B-B-Signatur, ein losgelöstes CMS/SignedData in SHA-256, das ins PDF eingebettet wird, mit optionaler sichtbarer Darstellung auf der gewählten Seite (Name, Datum, Grund, Ort). Ein Zeitstempel nach RFC 3161 (PAdES-B-T) steht optional zur Verfügung, standardmässig deaktiviert: Dabei reist nur ein 32-Byte-Hash der Signatur zu einer Zeitstempelstelle, weitergeleitet über vellumpdf.ch — nie das Dokument selbst. Mit Ihrem eigenen Zertifikat entsteht eine fortgeschrittene elektronische Signatur, keine qualifizierte Signatur nach dem Schweizer ZertES oder der EU-Verordnung eIDAS: Eine qualifizierte Signatur setzt ein qualifiziertes Zertifikat auf einem sicheren Gerät voraus — Chipkarte, HSM oder ein qualifizierter Vertrauensdiensteanbieter wie Swisscom, SwissSign oder QuoVadis —, was ein Browser aus einer .p12-Datei nicht erzeugen kann. Das Werkzeug eignet sich für interne Dokumente, Korrespondenz oder Verträge ohne besondere Formvorschrift, nicht für Rechtsgeschäfte, die nach Schweizer Recht die Schriftform verlangen.

Ist eine Signatur mit meinem eigenen Zertifikat eine qualifizierte elektronische Signatur?

Nein: Das Signieren mit Ihrem eigenen Zertifikat (.p12-Datei) erzeugt eine fortgeschrittene elektronische Signatur, keine qualifizierte Signatur im Sinne des Schweizer Bundesgesetzes über die elektronische Signatur (ZertES) oder der EU-Verordnung eIDAS. Eine qualifizierte Signatur setzt ein qualifiziertes Zertifikat auf einem sicheren Trägermedium (Chipkarte, HSM) oder einen qualifizierten Vertrauensdienst voraus — das kann ein Browser aus einer .p12-Datei nicht erzeugen. Diese Signatur eignet sich für interne Dokumente, Korrespondenz oder Verträge ohne besondere Formvorschrift, nicht aber für Rechtsgeschäfte, die nach Schweizer Recht der Schriftform bedürfen.

Wo erhält man in der Schweiz ein Signaturzertifikat?

Mehrere Schweizer Anbieter stellen Zertifikate aus: SwissSign, QuoVadis oder der Dienst Swisscom All-in Signing Service. Eine Anwaltskanzlei oder ein Treuhandbüro kann auch ein Zertifikat der eigenen internen Zertifizierungsstelle verwenden, das meist von der eigenen IT-Abteilung eingerichtet wird. In jedem Fall ist ein als .p12-Datei erhaltenes Zertifikat konstruktionsbedingt nicht qualifiziert.

Werden meine PDF-Datei oder mein Zertifikat an einen Server gesendet?

Nein, die PDF-Datei, die .p12-Datei und ihr Passwort werden vollständig auf Ihrem Gerät im Browser verarbeitet, mithilfe von WebCrypto; weder der private Schlüssel noch das Passwort verlassen die Seite, und beide werden nach dem Signieren aus dem Speicher gelöscht. Die einzige Ausnahme ist der optionale Zeitstempel, standardmässig deaktiviert: Ist er aktiviert, wird ein 32-Byte-Hashwert (SHA-256) der Signatur — nicht des Dokuments — über vellumpdf.ch an eine Zeitstempelstelle weitergeleitet, die einen signierten Datumsnachweis zurückgibt. Ist dieser Dienst nicht erreichbar, wird die Signatur trotzdem erstellt, ohne Zeitstempel, und Sie werden darüber informiert.

Warum zeigt Acrobat „die Gültigkeit der Signatur ist unbekannt“ an?

Weil Acrobat nur Stellen vertraut, die auf seiner eigenen Liste stehen (der Adobe Approved Trust List), und Ihr Zertifikat — selbstsigniert, von Ihrem Unternehmen ausgestellt oder von einer Stelle, die nicht auf dieser Liste steht — dort nicht verzeichnet ist. Das bedeutet nicht, dass die Signatur ungültig ist: Die Kryptografie stimmt, nur die Identität des Ausstellers wird nicht automatisch bestätigt. Der Empfänger kann Ihr Zertifikat seiner eigenen Vertrauensliste hinzufügen, danach wird die Signatur als gültig angezeigt.

Kann ich einem bereits signierten PDF eine zweite Signatur hinzufügen?

Nein, nicht in dieser Version des Werkzeugs: Enthält ein PDF bereits eine Signatur, verweigert Vellum eine erneute Signierung, statt eine Datei zu erzeugen, welche die erste Signatur ungültig machen würde. Eine zusätzliche Signatur zu einem bereits signierten Dokument hinzuzufügen, erfordert ein inkrementelles Update der Datei — eine Funktion, die diese Version nicht bietet.

Wie prüfe ich meine Signatur im Nachhinein?

Verwenden Sie das Vellum-Werkzeug „Signatur prüfen“ oder das Signaturfeld von Acrobat Reader. Falls Sie den Zeitstempel aktiviert haben, liefert dieser einen zusätzlichen Nachweis: das Datum, an dem die Signatur bereits bestand, unabhängig von der Uhr des signierenden Computers.

Vellum — kostenlose PDF-Werkzeuge, deren Verarbeitung auf Ihrem Gerät bleibt.